Kongress zur 
Religionsfreiheit
tagt in Berlin

Die Religionsfreiheit ist eines der wichtigsten Menschenrechte und bereits seit vielen Jahres ein wichtiges persönliches Anliegen für mich. Doch weltweit gerät sie immer mehr in Gefahr. Nicht nur Christen, auch Angehörige anderer Religionen wie Juden und Moslems werden bedrängt, verfolgt und bedroht.

 

Ein internationales Netzwerk aus Parlamentariern, zu denen auch ich gehöre, tritt vehement für die Verfolgten ein. Nach einem ersten Treffen in New York 2015 kam das Netzwerk jetzt auf Einladung der Konrad-Adenauer-Stiftung und der CDU/CSU-Bundestagsfraktion in Berlin zusammen. Dem Netzwerk mit dem etwas sperrigen Namen International Panel of Parliamentarians for Freedom of Religion or Belief (IPPFoRB) gehören rund hundert Parlamentarier aller Glaubensrichtungen sowie der unterschiedlichsten politischen Parteien aus 45 Ländern der Welt an. Es gründete sich vor zwei Jahren in Oslo und hielt seine erste große Konferenz im vergangenen Jahr am Rande der UN-Vollversammlung in New York ab. Überall dort, wo Religionsfreiheit beeinträchtigt ist, wollen sich die Parlamentarier einmischen. Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Hans-Gert Pöttering, sagte: „Ohne Religionsfreiheit kann es keine Freiheit geben und ohne Freiheit gibt es keinen Frieden." Die Adenauer-Stiftung in Berlin war Gastgeber der ersten beiden Konferenztage.

 

Bei der Abschlussveranstaltung, zu der die Unionsfraktion in den Reichstag eingeladen hatte, hielt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Eröffnungsrede.Dabei warnte sie vor allem davor, mit „vermeintlich einfachen Mitteln das Rad der Zeit zurückzudrehen“. Dagegen könne sie aber sehr empfehlen „in Sachen Glaubens- und Gewissensfreiheit aus der Geschichte zu lernen“. Die Kanzlerin verwies damit unter anderem auf den für die deutsche Geschichte so prägenden Augsburger Religionsfrieden von 1555. Damals legten die Territorialfürsten und Herrschenden die Religion ihres Gebietes fest. Andersgläubige erhielten lediglich das Recht auszuwandern. Diese Migration aus Glaubensgründen, welche es auch heute noch gebe, nannte Merkel „eine Geschichte voller Leid“. Darüber könne auch nicht hinwegtäuschen, dass es religiös Verfolgte – wie etwa die Hugenotten - gab, die in ihrer späteren Heimat Großes leisteten.

 

An die Regierungen von Eritrea, Pakistan, Sudan und Vietnam schrieb die Konferenz Briefe, in denen sie sich für die Glaubens- und Gewissensfreiheit in den jeweiligen Ländern einsetzt. Ein weiterer Brief wurde der Regierung in Myanmar im Rahmen einer Untersuchungsmission unterbreitet.

 

Einen guten Überblick über die Inhalte der Konferent gibt dieser Beitrag:

 

 

Ich bin sehr froh, dass ich als Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, zusammen mit der Konrad-Adenauer-Stiftung, Gastgeber dieser wichtigen Konferenz sein konnte. Ich hoffe, dass unsere Beratungen und Beschlüsse dazu beitragen, das Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit durchzusetzen. Ich werde die Entwicklungen weiterhin genau beobachten und auf Verstöße gegen die Religionsfreiheit hinweisen.

 

Meinen Standpunkt zur Religionsfreiheit erläutere ich in diesem Interview.

 

Die Dokumentation der Konferenz in drei Teilen finden Sie hier: Teil 1 - Teil 2 - Teil 3